alte techniken

faszinieren mich, besonders wenn es um Flachs geht. so wusste ich schon aus den Texten, die Helga  Heubach veröffentlichte , darin waren viele Texte  zum Bleichen von Flachs, dass man Pottasche selbst herstellte und dann  das Leinengarn in Strängen darin tagelang ziehen ließ, umschichtete, spülte. es wiederholte, wusch mit Seifen Soda….und und..  natürlich alles mit den alten Maßen.

Nun ich bemühe mich ,es auf die heutige Zeit zu transferieren, daher habe ich noch nicht unsere Ofenholzasche   mit Wasser aufgefüllt und den Wirkstoff Pottasche herausgezogen, anschließend gefiltert, aber das werde ich sicher auch noch machen. Es macht mich doch neugierig.

Heute nahm ich aus meinem Fundus Pottasche   ,pro Strang einen Esslöffel, dann das mit warmen Wasser aufgelöst,   nicht heiß, denn durch Hitze zersetzt es sich ja-

siehe auch hier…https://www.lebensmittellexikon.de

Es ist Kaliumkarbonat, und durch   es reagiert mit unterschiedlichsten organischen Stoffen, es entstehen  dadurch andere Säuren, bei langer Lagerung, ich denke, so ähnlich schließt sie auch die Flachsfaser auf und macht sie bereit für weitere Bearbeitung,  damit sie geblichen werden kann, außerdem löst sie Stoffe aus der Faser.   Es entsteht kohlendioxid…  daher, gut lüften,

Nun steht eine große Schüssel mit den Flachssträngen  und ich halte sie unter Wasser. Man sieht im Gegensatz zum Einweichen mit Soda und Fleckensalz(   was ja auch Soda und andere Stoffe zum lösen enthält, keine starke Schaumbildung.

aber das Wasser wird schon braun, es wird das Leinen schon sichtbar  geblichen.

hier ein interessanter Text, nur für private Zwecke bitte nutzen, hier fand ich ihn..

pottasche und flachsbleiche

nun ich habe zeit. und werde versuchen die Schritte durchzuziehen.

Erst mal 24 h   in der ersten Lösung ziehen lassen.

jedenfalls habe ich nun gewogen, es waren  785 g Flachs in Strängen, Lauflänge  9/5  , also schön dick…und ich müsste damit 8 m Handtücher weben können… ein zukünftiges Projekt, wo ich aber unterschiedliche Baumwollfarben als Kettgarn nehmen will.


und  dann noch meine Methode, Zwirne seber herzustellen.

Mein Hermann hat mit seinem Vater ja hinten im Jungviehstall einen langen Mistgang  und futtergang für die Schubkarren, schön breit, gehabt. dort standen er und sein Vater  , neben ihnen das weiblichen Jungvieh  und den  Kälber auf der einen Seite, und die Sauen mit ihren Ferkeln auf der anderen Seite in ihren Buchten, so war es auch nicht kalt, und sie konnten die Sauen beobachten, auf ihrer selbst erdachten Reeperbahn.   sie drehten aus dem Pressengarn aufgeschnitten von Strohballen und sorgfältig zusammengeknotet, neue Taue, davon liegen große Stapel noch auf dem ehemaligen Kornboden über unserer Küche.

Wenn ich nun zwirne, so soll es ein dicker weicher Faden werden, kein hartgedrehtes Tau, aber sonst ist es ähnlich.  Ich habe 5 Konen, bzw. Spulen, ziehe die Fäden lang und glatt und lasse den Drall  dann durch Drehung einlaufen, kontrolliert durch Abklemmen mit Daumen und Zeigefinger.  Ich kaufte mir dafür ja ein elektrisches Spinnrad, und war leicht genervt, dass es keine Fußschalter hat.

aber heute endlich der Gedankenblitz!

wenn man so sitzt, ohne Fernseen, Radio, Handy,hat man ja Zeit zum Sinnieren, und dann sah ich die Schalterleiste und dachte nur, Mensch da hast du ja einen Schalter.

Also aus dem Fundus eine weitere  Schalterleiste dazwischen geschaltet,  und nun kann ich weiter entfernt vom Spinnrad sitzen. Der Drall verteilt sich nun wie gewünscht auf längere  Strecke, so 1,30m-1  ,50 m    , ab und zu muss ich dann unterbrechen , aufstehen, den Schieber am  Spinnflügel versetzen..  viel entspannter so…mit Fußschalter!

 

 

ich freue mich über nette kommentare.

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