meine bleiche- vorstufen in der Garnherstellung..

ich fand bei wikepedia einen sehr guten Artikel zum komplexen Begriff und auch zur Geschichte des Bleichens.

Es mag einfacher zu sein, man greift zu modernen Mitteln, die aus  dem gewebe oder garn  die farbigen anteile reduzieren, aber es ist gerade Naturfasern zu eigen, dass sie durch das Bleichen auch angegriffen werden. Nun kaputte Jeans sind zwar in, aber ich möchte lang haltbare Garne  nutzen zum Weben. Außerdem je nach Vorbehandlung werden die Färbungen  sehr unterschiedlich.

Andererseits sind die dann später folgenden färbungen viel intensicer, leuchtender, haltbarer, einfach schöner. ein alter gewebter Seidenteppich oder Wollteppich, geknüpft   ist nie mit chem. Färbung hinzubekommen.  Mir geht es darum, diesen Prozessen  nahe zu kommen,  und ich merke ja beim Weben, wie unterschiedlich alleine Leinen je nach Herstellung ist.  Es ist eine Gratwanderung,  zwischen  allem, aber man sollte Leinen nicht  mit handelsüblichen Entfärbern  bleichen. , nach dem Motto, dann ist es ja schön weiß: es verliert auf Dauer seine Haltbarkeit, den besonderen Faserglanz. so wie man junges Leinen niemals schleudern darf :wichtig ist auch es lange kalt  einzuweichen vor der Wäsche, so entstehen weniger nicht mehr zu entfernende Knitterfalten. Aber die alten prozeduren, wer mag es noch ? Nur wer den Unterschied sieht.

Ich kaufte einmal Leinenbettwäsche, die Fasern sollten pflegeleicht sein, nun sie waren  wie Baumwolle , kurzgeschnitten,  und das Gewebe war zu weich und nicht haltbar, es fehlte die schöne Struktur und das kühlende, was Leinen ausmacht.  Das alte Wissen über lange Jahrzehnte entstanden, es passt nicht in unsere schnelllebige Zeit,  aber ich will es lernen, denn es war nicht nur  Stoffe auf der Bleichwiese ausbreiten, es gehörten auch die Wechselbäder von schwachen Säuren und starken Laugen dazu.. , um feinstes glänzendes Leinengarn zu haben.  Dann habe ich gemerkt, solch ein Garn lässt sich wegen hoher Geschmeidigkeit  besser in das Kettgarn einweben, es ist nicht so störrisch. Ich finde es spannend, dass man bewusst in Schweden noch halb gebleichte Leinengarne zum Weben verkauft. solche Garne will ich nun auf alte Weise selber herstellen. Dann habe ich ebenso festgestellt, es entstehen kleine Unregelmässigkeiten, es ist etwas unterschiedlich, weil es im Strang bei mir nicht überall gleich geblichen wird.

So bekommt das Gewebe eine schöne Struktur.

 

Daher  liebe ich mein Kissen, täglich in Gebrauch, hier habe ich selbst das Garn gehechelt und gesponnen, geblichen auf alteWeise,und ein Chemielehrer  hatte beim Treff bei angelika Rölke  dort eine sehr starke küpe  mit indigo angesetzt. Ich gab ihm ein Knäuel meines feinen Leingarns, und so im Knäuel  entstanden sehr unterschiedlich starke Färbungen mit Indigo auf dem Leinengarn. Verwebt mit schwarzer Baumwollkette blieb der Stoff in sich glatt und steif,  und glänzt immer mehr. unverwüstlich kommt es mir vor.

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ich freue mich über nette kommentare.

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