etwas besonderes

ist weiterhin die Faser Flachs, und das Gewebe Leinen.Wenn man sich damit beschäftigt, lernt man so viel ,wie es in alten Kulturen angebaut und genutzt wurde. Und eine große Besonderheit ist seine Haltbarkeit, seine Festigkeit, der Glanz.

So habe ich mich dran gemacht in den letzten Jahrzehnten dem nachzuspüren, so wie meine Zeit es erlaubte, sei es der Anbau, die Ernte, das Gewinnen der Fasern. Nun habe ich die letzte Zeit mit alten Flachsbündeln beschäftigt und diese immer wieder versponnen, bis es meine Hände ganz  sicher konnten. Denn es gab eine Herausforderung. Ich mag Stickbilder aus alten Zeiten, das was junge Mädchen sticken mussten, ihre Monogramme in  Kreuzstich lernen. Da sieht man verblichene Farben, der Stoff war nicht der beste, war ja Übungsstück, und kleine Fehler..einfach wunderbar.

Als ich versuchte, es nach zu sticken, begriff ich schnell, die Webdichte ist ja ganz anders als bei unseren modernen Handarbeitsstoffen, es ist nicht stickgerechter Stoff. Uneben, sehr eng angeschlagen. Da erstaunt es mich noch mehr, wie man das früher besticken konnte.  auch sind die Garne anders, ich vermute ,es ist auch Seide dabei gewesen.

Und das war lange meine stille Herausforderung so weben zu können ,wie bei den alten Stoffen.   Und nun ist mein Leinenband fertig, ich staune selbst, dass es wenig Kettfadenbruch gab bei so dünnem einfädigem Kettfaden,  und wie dicht das Gewebe wurde. Das Nassweben und sicher auch das gute Schlichten mit Leinsamenschrotschleim-Wasser–  hat dabei geholfen. Und Ruhe..langsam arbeiten..  alle Kettfäden immer wieder sortieren, kontrollieren an den Litzen schauen.. mal die Schäfte einzeln heben und Fäden überprüfen. Mit dem Weberknoten habe ich angeknotet..das klappte gut, wenn doch ein Faden anzusetzen ist. Nun ist das Übungsband  fertig, irgendwann werde ich es besticken, dann aber mit  besonderem Leinengarn aus dänemark  und ich denke dazu braucht es eine neue Brille.oder Lupe..   zu eng  die Fäden..   Kette nun  14 Fäden, Schuss  13 Fäden..also fast quadratisch  geworden, also das nächste mal noch fester anschlagen oder das Kettgarn etwas dicker spinnen. Ich habe mir jedenfalls neue alte Flachsristen bestellt, antiquarisch, das Thema wird mich weiter begleiten. Und dann so breit weben wie die Leineweber früher..das nächste Ziel.  und deshalb heißt es nun..wieder lesen..zum beispiel hier  leineweber in zittau und umgebeung    

denn wir besichtigten das Museum in Großschönau..

und nach einer Nacht draußen trocknen, vorher mehrfach gewaschen, heute früh kalt gemangelt,so ein schöner Stoff!!!  Daher wenn ich den läden dieses lappigen Leinenstoffe sehe..aus schlechter rohware..wenn man es wäscht, das Flussensieb mit Fusseln ohne Ende.., und es wird immer lappiger…

das ist nicht das gute Leinen, lasst euch da nichts aufschwatzen. Es muss richtig verarbeiteter Langflachs mit Glanz und Festigkeit  sein .

1-IMG_67872-IMG_67883-IMG_6790-0014-IMG_6791

Merken

ich freue mich über nette kommentare.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s