seifen, walken, säuern..

mein Tuch ist fertig!

es wird mich nun schützen und begleiten. und es kratzt nicht ein bißchen–ideal und hat dazu noch schönen Glanz! die Farben sind real schöner als bei den Bildern.

Die Arbeit selbst begann ich 2 Wochen nach Hermanns Tod ,aber ich wollte schon im Winter mir aus Kaschmir einen weiteren Schal weben, daher kaufte ich bei der Wollfabrik damals schon das Garn im Angebot. Und ich  habe bewusst mir Farbe und spezielles gedämpfte Schattierung gewählt..  mit dem Schuß..so leuchtend grell bisweilen  die Kette ist, im Mix mit den gedämpftem Schuß  ist es genau so wie ich es mir wünschte,  voller Farbkraft aber nicht grell bunt.  und dazu weich geschmeidig  leicht..

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meine Wolltücher werden immer gewalkt, mal mehr mal weniger, so entsteht ein haltbares Gewebe, die Fäden verschränken sich miteinander. , das Gewebe wird schmutz -geschützt durch das Olivenöl der Seife.

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Das Kettgarn ist feinstes  Kaschmir mit feiner Merino-Seide  aus der Hamburger Wollfabrik, im letzten Winter gekauft, war echt teuer!   und daraus dicke Kettfäden 5 fach eingezogen..  das war weiß, bzw naturweiß.

Ich schärte die Kette , band sie gut ab!!  und färbte es ja in drei Weckgläsern im Wassserbad  ein, blau, gelb rot.Dann wurde geknotet, noch mal gefärbt.

hier noch bilder davon:

Bei Ulli im Garnkontor entdeckte ich wunderschönes weiches Einfachgarn, dass genau den Effekt unterstützt, der Farbverlauf  war hier mehr violett-gelb–grau..  unter den Restposten, deshalb man findet immer im Laden noch viel mehr!

 

und dann hieß es langsam und sehr offen weben, nicht fest anschlagen.

Es muss unbedingt locker gewebt werden bei Schals. Anfänger weben viel zu fest. das werden dann eher Teppiche  oder Taschenstoffe! Es zieht sich beim Waschen dann richtig usammen zu gutem geschmeidigem Gewebe. Webt man aber zu fest, wird es ein brettartiges Gewebe!

Bindung : Leinenbindung, weil alles andere hätte den Farbeffekt nur gestört.

nun war es heute endlich fertig, ich brauchte immer wieder Pausen, die Seele forderte das ein!

Weblänge 2,50m  .die Kanten sind graues Baumwollgarn, sie sollen den Schal gut begrenzen.

Nun sind die Fransen-Kordeln aus dem Kettgarn gedreht, beim Baumwollgarn werde ich die Knoten lassen, die anderen aber schneide ich zurecht ohne Knoten.

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alles wurde in der Waschküche erst heiß eingeweicht, dann mit Seifenstück eingerieben, und immer wieder heiß geknetet, dann spülen von kalt bis lauwarm. zum schluss ein wenig Essig ,um die wolle zu schützen, tierische Fasern mögen saures Milieu. durch die Seifenlauge waren die Fasern offen, konnten sich leicht verhaken, das ist nun gestoppt.

alles geschleudert, 2 min in warmer Luft im Trockner, dann mit Dampf gebügelt,

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Dann  trocknet der Schal in der Sauna nach. Er ist wunderbar leicht, weich, geschmeidig, seidig..

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und dieser  Schal bleibt mein Schal,der wird nicht verschenkt!  schön lang!  lässt sich gut um den Hals umwickeln und locker hängend tragen!!

Ich freue mich drauf, ihn zu tragen ,weil ich viele Gedanken so wegweben konnte und wieder Kraft schöpfen!

 

 

 

 

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