ein wenig theorie und spinnradfeinheiten..und henkys spinnräder

heute geht es mal um die Technik  des Fadenherstellens und Aufwickelns Ich sehe 4 möglichkeiten

1.  direkt ohne Spinnflügel:  Das Handrad  ist so gebaut, wobei direkt  auf einen Dorn mit dünner Spule für das Weberschiffchen das Schussgarn gesponnen wird.

2. doppelfädig  ,das heißt genaugenommen ein Faden doppelt-gelegt über Spinnwirtel und Spule, wobei die Durchmesser der Scheiben unterschiedlich sind, ebenso die Neigungswinkel der Einkerbung. Der Spinnwirtel ist fest verbunden mit dem Spinnflügel und so wird dem Faden Drall gegeben. Zusätzlich  wird die Mitnahme der Spule   ausgeführt über den doppel gelegten Faden über der Spule. . Wichtig, es ist  eine gute feine Einstellung von Spannung notwendig, und die Wahl der richtigen Schnur.

3. spulengebremst:

das heißt wird wird über einen zusätzlichen kurzen Faden, der über die Spule gelegt ist und mit einer Feder unterschiedlich nachgespannt werden kann, die Spule gebremst, so wird in entgegengesetzte Richtung zur Spinnflügeldrehung gewickelt.  Vorteil ..sehr einfache Einstellung, Nachteil ,bei zu starker Spannung kann sich der geschraubte Spinnwirtel lösen. Aber es gibt Räder,die kommen ohne Spinnwirtel aus. Nur wir Spinnerinnen lieben die unterschiedlichsten Antriebsweisen, daher gibt es Multigeräte..  , gesteckte Achsen, die   Auskerbungen haben und so arretiert sind ,sind da praktischer.   Man kann die Spule auch mit Faden und Gewichten bremsen .

4.  Spinnflügelgebremst

hier wird ein Lederstück vorne über das Lager des Spinnflügels gelegt,  so wird eine Reibung und somit Differenz  hergestellt  zwischen Spinnflügel und Spule. Nachteil. das Anspinnen kann schwierig sein, man darf nicht zu stark bremsen, dann zieht es zu stark ein. aber da gibt es kleine Tricks..  und sonst ein sehr ruhiges Spinnen, ideal für dickere Wollgarne  . diese Spinnräder haben oftmals große Spulen.

 

und nun noch ein Begriff.   der Wiegetritt

Der Fuß muß ja Pendelbewegung machen, je nach Aufhängung des Pedals kann es unterschiedlich starken Hub geben. Ist die Achse so ,dass man mit Hacke oder Zeh antreten kann, ergeben sich kleine nuancen, man kann so leicht vorwärts oder rückwärts antreten  ohne mit der Hand nachhelfen zu müssen, und der Hub für den Fuß ist minimiert..ich mag es so sehr gerne!

******      zu allem gibt es viele infos im Netz..auch bei der Handspinngilde..  und youtube.. bitte schaut da selbst.

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und nun möchte ich einen Spinnradbauer vorstellen ,der ein besonderes Holz der Region verbaut.. die Robinie.. Henky spinnräder.    Sie leben in der Uckermark  und bauen handwerklich  spulengebremste Räder , schöne Räder, ich mag sie gerne leiden  und dabei nicht teuer.

hier das Bewährte aus der Internetseite der Henkys mit Doppeltritt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und faszinierend finde ich,  dass er das Handrad gebaut hat!

ich freue mich über nette kommentare.

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