den faden verloren?

so kam ich mir schon immer wieder vor, wenn ich leider nicht so gesund bin, wie ich sein möchte.

aber auch,  wenn ich hier alleine meinen weg gehe und es bisweilen ganz schön schwierig ist.. weil ich alles nun alleine regle, dann kommt eine mahnung einer behörde  und ich überlege  oh  doch nicht bezahlt..  kann doch nicht sein..aber egal..erst mal sich intensiv drum kümmern..das machte sonst mein hermann,  muss mich eben um alles selber nun kümmern.

manchmal kommt der gedanke..er kommt zurück es geht wie bisher weiter, weil er ja so oft nach langen krankheitsphasen wieder zu Hause war,  aber dann fahre ich zum grab und muss mir sagen, nein es ist endgültig, ich bin alleine.

und dann gibt es eben tage, da bin ich einfach nicht normal..  wie früher…da fehlt mir die kraft..da geht wenig..   und ich habe nun gelernt  nimm es an..setze dich in den gartenstuhl auf der terrasse und lese mache dir einfach einen fruchtjoghurt.. koche eben nicht.. trink einen tee..dein wasser..

aber stehe immer wieder zu festen zeiten auf..mache deine morgenarbeit,   so hilft mir mein gewächshaus—es muss ja gewässert werden, gelüftet.. dazu dann Abwäsche  kleine hausarbeit    und so finde ich wieder in meine spur.

zum anderen hilft mir meine jetzige  aufgabe  die wolldecke   weitermachen..

heute habe ich gewogen..gewebt und gerechnet.. und weil ich nicht mich mit lauflänge meiner handspinnwolle aufhalte., mache ich es so..  eine oder 2 spulen mit schussgarn wiegen, abweben. Weblänge messen  und dann hochrechnen.. wieviel brauche ich für -einen- meter – wolldecken -weben.. ?  Nun habe ich wieder einige knäule gezwirnt, davon nehme ich abwechselnd..   und habe mir zum ziel gemacht, jeden Tag webe ich..   Manchmal bekomme ich große Lust, webe dann 3 -4 spulen, so heute geschehen, manchmal eben nur eine spule.. aber immer etwas meine aufgabe  bewältigen.

und sonst mein Garten vervielfacht sich im Grünen meer fühle ich mich, noch blühen keine rosen , da ich kaum ziersträucher habe.. und die Obstblüte gut zu Ende ist, und grüne Stachelbeeren johannisbeeren   Mirabellen….kirschen noch kaum sichtbar sind.. es ist alles schlicht grün hier.  zum anderen es wächst so schnell und heftig,  heute war wieder ein Rundgang mit der Heckenschere dran..Brennnesseln kappen  wo ich Wege habe, und wo mein Obst wächst..  will ja später johannisbeeren und stachelbeeren nicht aus Brennnesselmeer fischen,  und am Gewächshaus, im Gewächshaus..

Staudenbeet  habe ich nicht mehr im Garten, ich schaffte es einfach nicht, sie zu pflegen, hier und da wuchert etwas unverwüstliches.. aber keine schönen staudenrabatten.leider ,ich mag sie schon sehr. Das ist vorbei nun, nur alanth beinwell, einige stockrosen, malven  und baldrian  zeigen sich hier und da.

dafür kann ich mich dann später über Rosen und Obst freuen.

und meine singvögel..denn die haben gute futtergrundlage…mücken ohne ende..aber noch keine stechmücken  für die schwalben…und insektenlarven raupen  in all den viele obstbäumen. so sind viele brutkästen wohl belegt, auch da habe ich keinen überblick mehr.  ich mache die kästen im frühjahr nicht sauber, sie sind mir zu hoch angebracht,  ich denke früher wurden die brutbäume auch alleine beregelt.  Jedenfalls  fühle ich mich nun eher als Beobachter, denn als schaffende im Grünen Wald. und überall wird gebrütet, gefüttert…

Ich mähe nun meine Wege und einige Bereiche frei   ,aber es ist viel an fläche, die sich wild fühlen darf.

ud manchmal komme ich mir vor wie ein Relikt..  es ist nun so üblich, alles zu putzen mähen, mit steinen zu bedecken,  alles kahl,   dazu ordnung hoch fünf,  auch viele Männer toben sich mit ihren techn. Gerät aus, da wächst fast nix mehr ,

und ich lasse die Rosen-sträucher nun wachsen.., binde nichts mehr fest,   ab und zu wird ein zu weit überhängender Ast beschnitten, aber mehr auch nicht. Daher bin ich gespannt, wie die Rosenblüte wird, wo zugleich immer Rehe durch den Garten streifen konnten.  dann kommen Bilder..

ich selber merke auch, andere beregeln ihr Altenteil  völlig anders,  immer mehr leert sich unsere Landschaft, man zieht fort, junge leute leben lieber in Baugebieten,  alles wird zu Ferienhäusern oder verkauft, man zieht in kleine Wohnungen,  in größere Orte  ,in Zentren,   und reist mit dem Erlös durch die Welt  ,macht vieles immer in Gruppen..  wie Busreisen, oder Kreuzfahrten,  als wenn man alleine nicht mehr stehen will.

Dabei ist es doch so schön, unsere offene Landschaft, die Natur,  aber vielleicht habe ich da andere Wurzeln, so wie ich draußen vor aufgewachsen bin und die Natur liebte, da könnte ich nicht in einer kleinen Wohnung mit Balkon   und kleiner Terrasse  und nachbarn direkt um mich herum  leben.. etwas platz brauche ich schon mehr um mich herum.

aber nun geht es erst mal in kleinen Schritten, nur an einem Webstuhl kann ich jetzt arbeiten, aber so finde ich meinen Faden immer wieder.

und lerne  nun gelassener zu werden..auch das bedeutet Arbeit und immer wieder sich zurücknehmen und nicht aufregen…

.so finde ich , ich stehe auf gutem festem  Grund ,   und will mich zuversichtlich der zukunft zuwenden.

so wie ich in kleinen einheiten immer wieder meine Wege im Garten freischneide und mich einfach immer wieder eine Stunde dran mache oder nur eine halbe..so  will ich mein Leben sehen..große ereignisse nicht mein traum mehr,  ich soll froh sein, wenn ich eine gute Nacht und guten Tag erlebt habe  und immer meinen Faden finde..

ich freue mich über nette kommentare.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s