ein besonderer tag

ist es für mich,  dass sich heute hermanns todestag jährt-  ein Jahr ist nun vergangen.

Ich war dankbar für liebe Anrufe deswegen, auch wenn ich bewusst nicht einen Erinnerungstag daraus gemacht habe für die ganze Familie.. jede hat eigene Weise es zu erinnern, dabei bleibt er  ein Teil meines Lebens.. und ich fühle mich weiterhin dem Leben, das ich mit ihm geführt habe, verbunden..

Ein jahr Trauer :  war für mich ein sehr aufwühlender  lebendiger Prozess, der mich auch sehr gefordert hat. und die Trauer hat nun einen leichten Lauf  . Wenn man es mit einem Bachlauf vergleicht..das erste halbe  Jahr war wie ein Gebirgsbach  voller Tücken..Stromschnellen  , Rutschgefahr..   nun plätschert er ruhiger im flachen Tal..aber ich weiß .es kann von einem zum nächsten Moment nach Starkregen völlig anders sein..  Damit muss ich rechnen.   und doch nun ist es rundum nun meine Aue, die mich nährt , stärkt geworden.. und kann am Wasser meinen Durst löschen.  Ich liebe den spruch der Bibel so sehr. Und sorge auch dafür dankbar zu sein. Nun bin ich  gesichert..habe vorsorge treffen können wenn mich schwere Momente ereilen, weiß Ich, ich werde sie durchstehen wie ein gut gesichertes Haus hier im Sturm  und werde mit Unbill umgehen können. Und ich stärke mich im Alltag: so ist ein Friedhof für mich wie ein kleiner besonderer Garten  der mich stärkt, ich mag Friedhöfe so sehr.. und besuche sie gerne. Und sein Grab ist nun etwas besonderes:  ich weiß ja welche Blumen er so liebte  und so setzte ich nun nach bunten Zinnien  und leuchtend violettblauer Aster und gelber Fetthenne  noch eine schöne rostgelbe  Chrysanthemenpflanze  aufs Grab..  es ist nun  wunderbar bunt und voller Blattstrukturen, mit anderen sommerblumen  und vielen Kräutern,   ,das heidekraut vom letzten herbst wird sicher noch blühen  ,  alles wie er es liebte.

zum November werde ich den Grabhügel, der nun stark zusammengesunken ist,  einebnen lassen und dann mit eigenen Buchbaumstecklingen  umgrenzen, Das kommt dann aus Pflanzen die wir beide gemeinsam mal von unserem Friedhof mitnahmen, als dort ein Grab geräumt wurde,und wir den Friedhof beregelten,   und seit  30 Jahren ziehe ich sie..  für Feste..  Kränze..aber gebe davon nix an andere ab..nur für besondere kirchliche Anlässe ,   sie bedeuten mir sehr viel diese Pflanzen.

Ich möchte die alte traditionelle Weise ohne Steinkanten.. sicher für andere ungewohnt. aber das war immer unsere Denkweise..  den eigenen Weg gehen,

Und so verlief der Tag  nach Arztbesuch ,  anders  ich besuchte alten Landwirt ,Schwager, der gerne mit Hermann zusammen gearbeitet hat, es tat gut , diesen  Verwandten , der auch Trauer erlebt hat,   zu besuchen mit dem Enkel  und innehalten.. und klönschnack zu haben.

Der Weg alleine  zum Grab war wichtig und gut..danach wurde mir wieder leichter..   aber die letzten Tage hat mich doch noch einmal die Trauer um ihn eingeholt.. wie gut dass ich  Freunde  habe , die mir beistehen.

Aber mir ist nun auch klar  ich habe mich verändert in diesem Jahr  bin entschiedener.. und ich gehe nun einen anderen   Weg,  noch neu , nicht das Ende zu sehen  so wie bei dem neuen Titelbild meines Blogs   geheimnisvoll, denn   die Bäume haben viele Stürme erlebt und sich gegenseitig gestärkt,  und zugleich sehr  geschützt  vor rauhen Winden  Sturm.. so wie ein Küstenwald an der Ostsee  oder unseŕe beiden Waldstücke bei uns an der Nordsee deren Bäume nun weit sichtbar sind, vor vielen Jahren von Hermann angepflanzt.

Und ab nun wird das Thema Hermann und die Trauer um ihn nur noch in persönlichen Gesprächen ich  verarbeiten. Abe es war mir wichtig dieses JAHR hier im Blog zu verarbeiten und davon zu erzählen. Ich hoffe ich habe vielen von euch zeigen können, die Tage der  Trauer sind ein Teil unseres täglichen Lebens  und darin eingebunden..wer glaubte man kann mich ohne dem erleben , wer mich ohne die Trauer haben wollte,  der hat es nicht verstanden.. sie bleibt ein Teil in mir.   .Das Jahr  hat meine Denkweise, meine Schwerpunkte verändert..ich sehe Dinge als wichtig an, die andere nicht mal bemerken,  ich spüre anderes  ist viel wichtiger , als die oberflächliche Show der Eitelkeiten  :“  des   man gehört dazu, ist in besonderen Kreisen.“(.da habe ich zuviel schon an hohlheit und wirklicher trauriger Realität erlebt. bei sehr finanziell begüterten, die sich herausnehmen besonderes sein zu wollen und doch so wenig vom eigentlichen Reichtum wissen.) Besonders widert mich an, wenn man mit seinem  Besitz sich zur Schau stellt,  angibt was man sich leisten kann, was man mehr hat als andere..  und damit protzt, statt das Geld für sinnvolle Projekte wie Stiftungen  zu nutzen oder still humanitäre Hilfe leistet.

Die Mutter meines Mannes sagte in den letzten Stunden:  ihr könnt alls hebn.. — sie vermittelte uns wie sinnlos Vermögen und Besitz angesicht des Todes ist.

Besitz ist so unwichtig  so leer dann,  so oberflächlich , wenn es auch es helfen mag im Leben.. es gibt viel wertvolleres   nämlich die persönlichen Erlebnisse mit mitfühlenden Menschen,ohne glamour  ohne  schickimicki, dass Beistehen  das Aushalten, wenns dem anderen schlecht geht.

Ich mag den normalen Arbeitsalltag  und wie Menschen ihr Leben dann bewältigt haben  und  nicht was sie sich finanziell leisten können.

Der Ruhm ,der Reichtum.es ist zwielichtig  etliches ist  nur mit viel Unehrlichkeit  Rücksichtslosigkeit  unbilliger Härte und Egoismus erworben, um  so vermögend einflussreich geworden zu sein,

..Nur angesichts des Todes nützt es nichts.. dann ist alles unwichtig.    das letzte Hemd hat keine Taschen

. Ich bin froh dem Tod so persönlich ins Tngesicht geschaut zu haben.so erschreckend es auch war.und dabei  gewesen zu sein und wir ihn aber auch noch zurück schicken konnten:   miterlebt zu haben dass ein beherztes Helfen das Sterben  es auch hinaus zu zögern ist:  durch mein  Reanimieren gab es ein geschenktes Jahr ,  wenn es auch sehr eingeschränkt war aber wir haben so gut miteinander unsere Zeit  genutzt, in gutem uns geholfen, so wurde der bevorstehende Tod unser Begleiter den wir fürchteten aber  auch annahmen.

Hermann war es so wichtig zum Ende des Sommers zu erleben dass die Ernte eingebracht wird. Das beruhigte ihn sie auf den Wagen und  unter Dach zu wissen.

und nun wo unsere Ernte hier feststeckt , nicht weiter geht..das hätte Hermann umgetrieben  er wusste genau  davon leben wir   das täglich Brot   der Weizen, die Gerste,  und Roggen und Hafer,  und nun verregnen die Felder    ich hoffe unsere Bauern können bald nun noch dreschen  darum hat hermann gebangt..  und mir so beigebracht  wie wichtig eine gute Ernte ist  für alle .

Heute habe ich 4 Kürbisse geerntet..dazu Tomaten  für schöne suppen  als fond..

Und ich ernte nun auch im übertragenen Sinne  will meine Stärke anderen geben, die beladen sind. So mache ich nun meinen Weg.

Und wünsche euch ein gutes Jahr.

ich freue mich über nette kommentare.

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