ein wenig theorie

ich finde es unerlässlich selber muster entwickeln zu können, so lernt man viele begriffe und  lernt was passiert eigentlich beim weben. Hier für nicht -weber ein wenig zum Lernen

Wir haben beim Weben die Möglichkeit Muster einzuweben   oder nur Musterschüsse zu weben. Webe ich robuste Handtücher ,so verwende ich als Grundschuss die Leinenbindung  also immer abwechselnd über und unter

Dann kann ich zwischendurch immer über mehrere Fäden einen dickeren Faden oder doppelt gelegten einweben.. das ist der Musterschuss.

Beliebt ist ein Grundmuster wie Rosengang..das habe ich nun etwas erweitert—    und  kann so muster als Bordüren weben..natürlich auch in ganz anderen Trittfolgen als hier  gezeichnet–  das ist für mich dann das spannende   was sieht gewebt mit meinen Garnen gut aus–daher webe ich gerne ein Mustertuch zu Beginn..   das  schneide ich ab..säume es..  wird dann auch gewaschen—   gemangelt und dann geschaut!!

dann neu angeschnürt…   und nun weiss ich wie ich den Rest der Kette webe…

und so plane ich ..also leistet euch Musterprogramme   es bringt wirklich Spass sich da hinein zu vertiefen…

also hier ein erweiterter Rosengang

erw. rosengang.png

und hier mit Leinenbindung  zusätzlich  so webt man  aber es wirkt wie das obere Muster…

 

erw. rosengang mit leinenbinbung

fast geschafft

es fehlt nicht mehr viel–ein Duschtuch entsteht   . Und nun werde ich mit anderer Zwischenfarbe und Musterung  ein weiteres Tuch weben..  bin gespannt wie es nachher im fertigen Zustand nach einiger Nutzungszeit sich macht..

aber das wird sich zeigen..

IMG_2781IMG_2780

abseits

und Erinnerungsfahrt..

Unsere 1. NDR Radtour vor ca 25. jahren..Schwerin.. ich erinnere die wunderbaren Seen. das Schloss …Bootshäuser. man machte abends mit uns Radlern wunderbare Tour mit der Weissen Flotte nachdem wir den ganzen Tag über Kopfsteinpflaster unterwegs waren…meine Tochter 11 jahre sehr fit mit dabei. dann ging es weiter durch Wälder nach Ratzeburg. Nun mit Auto geht das leider nicht.

vor Jahren..Hermann in Behandlung in Hamburg  mit schierigen Ops über Monte und schwerer Beinverletzung..aber  es gab Fortschritte und ich durfte mit ihm Ausflüge am WE machen..  dazu sein  und rollimit Ausleger   ich fuhr unseren VWBus. er sollte raus aus der Krankenhausumgebung..  viele Maler erkundigten wir die Elbee Vierlande lud ein..abends fuhr ich dann wieder nach Hause..war schon aufwendig  aber tat uns so gut–

er sah wieder Felder Wäder Landwirtschaft  Flusslandschaften..schöne kleine Kirchen..und am Elbdeich schauten wir gerne ..

nun wollte ich neues Ziel  …an den Schaalsee. neue Autobahn damals, daher nicht so weit weg.. aber am See abenteuerliche Wege am Ostufer.. wunderschön. der See. wir fanden abseits Fischer.. schöne Ausstellung. zur Natur des Sees. und wunderten uns wie besonders schön es dort war!! Zum Abendbrot war er zurück  und ich dachte nun noch einige Stunden nach Haus  aber das wurde nix!

und ich später.abends.  mitten in Hamburg Autobahn nun gottseidank ohne ihn..der Motor rumste merkwürdig… totalschaden…nix ging mehr… LAO bschleppen..übernachtung hamburg…und später  große Reparatur—neuer Motor…

ich dachte oft noch.  dann wie gut das ganze nicht am See..:)) passiert war.

Nun war schlicht nur Zarrenthin mein Ziel. Fischerei aufsuchen….und fand wieder die kleine Maräne. geräuchert.  es war herrlich dort.  der wunderbare See!

.dazu selbstgemachter Kartoffelsalat.. ich besuchte noch den Platz mit Kirche ehemaligem Kloster. direkt am See. Pause sich gönnen..

20180829_175351.jpg ich liebe es diese Strecken in Mecklenburg..alte Alleen. scheinbar verschlafene Dörfer.. ab und zu ein Schlepper bei der Feldarbeit.. so schön.  Es tut mir so gut.

20180829_175003.jpgdas Ruhige Stille abseits der Zentren..  so aufgetankt. bin ich nun.  Es wird lange nachklingen!!  Weiterfahrt. über Ratzeburg. aber die Seen dort  schon mehr städtisch…nicht so unberührt..

ich denke. da soll ich nochmal hin!!  mit Fahrrad. und mich einlassen.  ..

20180829_174847.jpg

 

 

sonntag

ich wusste gar nicht  mehr, dass ich diese kleineArbeit mit handgesponnenem Leinen gewebt hatte, aber heute im Brötchenkorb  wusste ich , warum ich so gerne Flachs spinne und zu Leinenstoff verwebe  :der besondere Glanz ,die Struktur, das kann man nicht kaufen  und es berührte mich aufs Neue.

IMG_2775IMG_2776

Ich sah die Sendung über die Seiden-Weberei in Florenz  ,auch hier die Aussage  ,so kann man nicht mit moderner Technik weben..und viele Arbeitstechniken sind heute nicht mehr möglich weil  man die Webweise nicht mehr machen kann, es fehlen die Arbeitsgeräte dazu..und man weiss nicht..wie hat man es gemacht..

Und man hat heute nicht die Zeit  so zu arbeiten..  Aber auch damals war das gewebte nur wenigen zugänglich.  Daher mein Ansatz ich webe es für uns selbst,  eben Hausweberei   in guter Qualität

Früher : der arme Bauern musste Leinen mit Schäben aus dem Werg gewebt, sich zufrieden geben, Laken ,die dann kratzten ,und Leinen ,der als Bauernleinen recht wenig haltbar war,  beim Waschen sehr fusselig ist. Also kauft nicht solch ein Leinengarn,es ist minderwertig. Oder nur wenn ihr wisst es ist bewusst Werg- und bezahlt wenig

und webt es nicht in lockerer Bindung mit großer Flotterierung.

Ich finde es schlimm, dass früher die Mägde nicht selber für sich gesponnen oder gewebt hatten, ihnen war eine Heirat verwehrt aus Armut,  vieles  ist mir bei der Recherche  um die Flachsverarbeitung erst klar geworden. So lerne ich auch Sozialgeschichte.

 

 

Vorarbeiten Flachs

ich erzählte ja von der flachsschwinge und Breche bei Bad Segeberg,  schon lange abgewickelt. dabei einmal eine tolle Fabrik,   laut  staubig und langes Fliesband , wo man beim Tag der offenen Tür  zeigte..wie schöne leinenfaser  sich heraus schälte..

und heute entdeckte ich einen wunderbaren Film, wo sehr schön gezeigt wird ,wie mit geriffelten Walzen der Flachs gebrochen   und anschließend  mit rotierenden Holzbretter von den Schäben befreit..geschwungen    mechanisch in einer alten Wassermühle!

und hier mein Spinnplatz nun drinnen, denn es regnet immer wieder  und  es ist kühl geworden..   aber die Sonne setzt sich auch durch!

IMG_2770IMG_2771

die große Bleiche

das mache ich natürlich nicht

aber hochinteressant wie unsere schöne alte Welt mit chemischen Stoffen nur so um sich warf..immer nur das Ergebnis zählte, nie wird über ide Flüsse die die Abwasser aufnehmen geforscht,  nie die Arbeitsbedingungen für die Menschen im Prozess der sog. Textilveredlung geschrieben. Erst in heutiger Zeit meinen wir,   es sei besser, was nicht stimmt,  sobald mal ein gutes unabhängiges Labor und eingeschleuste Beobachter  genau hinschauen..da zeigt sich das Elend der Maxime  möglichst größter Gewinn bei möglichst niedrigen Kosten..  statt möglich keine auswirkungen auf unsere Umwelt..  was natürlich hieße  man müsste alles agressiven stoffe wieder neutralisieren–das kostet aber..  also lagert man irgendwo in die welt aus  und fragt nicht so genau nach..bis endlich jemand hinschaut..früher in europa  waren die flüsse alles durch die textilverarbeitung und lederverarbeitung  massiv vergiftet.. so die wupper…und und  und heute genauso schlimm und schlimmer weil noch merkwürdigere stoffe eingeleitet werden

text greenpeace

Ich überlege nun  meine Holzasche also Kalisalze zu verwenden   wäre schon spannend..was dabei rauskommt. Aber diesmal nahm ich  Fleckensalz  und war nun doch erschrocken was man darin alles hinein mengt..ich glaube das nächste mal nehme ich schlicht soda  oder  abwechselnd  es mit   seife   ..soda und wie verwenden

aber ich denke zeit und einfach Wärme  bewirken auch viel, nur auch diese Abwässrer sind unverdünnt  auch fischgiftig..so wie wir es nun bei der Hitzewelle erlebt haben..

hier eine sehr gute Darstellung der Verarbeitungsschritte früher und heute..

vom flachs zu leinen

nun ich habe viel Regenwasser  in meinem Klärteich..da wird nun die Waschlauge zum Bleichen sich verdünnen.und zuvor wird mein Abwasser in etlichen Kammern  zwischengeklärt..weil wir viele Sammelschächte haben..die nur nach und nach das Wasser weitergeben…hoffe ich jedenfalls..damit es meinen Fröschen und Kröten weiter gut geht…

also weiter im Text  ich schweife ab   seid einfach experimentell aktiv  probiert  testet  dann beim nächsten mal etwas anders  so sammelt ihr eigenes wissen  und erzählt es bitte weiter..    hier nun noch einige Bilder vom Vorbleichen gestern  und wie ich das Garn umspule..  ich mache es bewusst sehr sehr langsam   so ist es am Ende schön!

20180824_16413820180824_16402420180824_163853

und hier ein interessanter historischer Text   zur Bleiche  ,  aber nicht als Anleitung. sondern man kann da sehr gut erfahren  wie man früher dachte..und welche Stoffe man zu ersetzen versuchte, wie man die Verfahren beschleunigen wollte..immer das Motto wie kann ich es schneller billiger mit mehr gewinn herstellen..

genau deshalb arbeite ich umgekehrt nun langsamer  teurer  weniger gewinn  ###aber ich bin sehr zufrieden damit…und wer von mir noch etwas haben möchte, da gebe ich gerne ab und zu..aber im moment ist pause  ich sammel mal wieder für mich …verkaufen  ja wer bezahlt den echten preis  also mit dem stundenlohn den er für sich immer haben wollte.. leinen gewebtes war immer ein kostbares gut…  so wie heiue chinesische  fabrikarbeiterinnen keine turnschuhe kaufen können für ihre kinder, die sie hergestellt haben..  aber für uns ist es erschwinglich…so darf es doch nicht mehr sein..warum nicht weniger  bewusster   für alle bezahlbar durch  Tausch

das bleichen früher und die textilindustrie dazu in europa im 19. jahrhiúndert geschrieben 

 

viel vergnügen beim lesen…  ich fühlte mich in die zeit zurückgesetzt..  und denke sicher schöne info für museumsgruppen die die bleiche  zeigen wollen!

mir gefällt das naturgrau am besten und mit der zeit wird es langsam heller das reicht mir…

 

 

Garn nach dem Vorbleichen

zum schönen Knäuel wickeln.
20180824_163754.jpg
Das Garn ist vorgetrocknet. ..ich habe schon nach 2 h gespült und es zum Trocknen draussen aufgehängt. Es ist natürlich rauh und daher der dringende Tipp: wickelt es in aller Ruhe auf eine leere Garnspule..es verhakt sich immer wieder…!!

Doch so lasse ich nicht , wenn es auch nun viel glatter geworden ist..wichtig es muss noch feucht sein.  nun mit Knäuelwickler wieder neu wickeln, dabei mit Faden die Spule bremsen. Nun wieder nicht zu schnell sein, gerade zum Schluss langsamer drehen.  So kann das Garn gut trocknen. Man könnte es auch gleich auf Webspulen spulen.  Aber ich sammle erst mal Knäule.. und ich habe den eindruck: Fadendicke 8/1 wenn nicht sogar 10/1. also 10000m oder 10km pro kg Garn. ich werde beim weben mal schauen wieviel Gramm Garn ich hochgerechnet für 1Quadratmeter brauche..wenn es trocken ist..wiege ich die halbe Garnspule..

aber darauf kommt es mir nicht an..ich habe Zeit.  Ruhe… und webe wenn ich genug Garn vorbereitet habe.