projekt : weiches Tuch , farbiges Schussgarn selber machen

hier beschreibe ich nun unregelmässig wie ich das Projekt angehen.

Ich habe ja schon die Kette einfädig hergestellt, ( auch geschlichtet mit einer Lösung aus ausgekochten Leinsamenschleim in Wasser verdünnt, und ihn so reiss und abriebfest gemacht ).

Nun habe ich aus dem Vorrat weiche Merinowolle genommen.

Ps es ist zwecklos zu erwarten, dass Grannenhaare ,Wolle mit mehr als

25 µm durch Waschen weich und nicht kratzig wird. Nehmt wirklich Wolle mit möglichst dünner Faser und feinster Kräuselung. Nur beim Färben passiert es vielen ,dass sie zu leicht verfilzt. Zu viele Zöpfe, die man verkauft , sehen so verfilzt aus, weil man sie zu viel gedrückt hat. Ich zeige nun ,wie ich das verhindere. Meine Wolle bleibt bauschig !

Also ihr braucht Wolle im Kammzug, und reisst euch davon trocken Stücke von 40 bis 60 cm.. Nun einen alten ausrangierten Edelstahltopf, der aber noch gut heizen sich lässt, genommen. Da hinein kommt ca 2 l Wasser, Mit Deckel auf kleiner Stufe aufsetzen, dann kann man ruhig zwischendurch weggehen , wie ich nun und hier schreiben. Wenn das Wasser simmert, also nur leicht vor sich hin köchelt, hinzugeben: eine Teelöffel- Spitze voller Farbpulver , lieber beim 2. Mal mehr nehmen, so kann man auch schöne zarte Farben machen, ein Esslöffel Essig Essence, alles mit ausrangiertem Holzlöffel , den wirklich nur zum Färben nehmen, leicht umrühren.

Nun die trockene Wolle dazu, sie langsam runterdrücken, Deckel drauf, alles auf kleinster Stufe langsam einwirken lassen, aber noch leise simmert. Lasst der Wolle Zeit, und es darf ja gerne unterschiedlich gefärbt sein. Nehmt ihr nasse Wolle, bleibt sie innen ungefärbt, das kann man als Effekt auch ausnutzen.

Nun nach einer halben Stunde schauen, etwas Essig noch drübergießen, wenn das Wasser noch nicht klar ist. ich rechne immer eine Stunde pro Färbung.. Wenn das Wasser wieder wasserhell ist, das Ganze mit nach draußen nehmen, ich nehme die Wolle heraus mit dem Holzlöffel, und lasse sie auf meinem Fußrost abtropfen, aber es geht natürlich auch ein Sieb über einem Eimer. Nicht anfassen, nicht bewegen. Da es draußen sehr kalt ist, kühlt die Wolle so schnell vollständig aus! Wenn ich nun die nächste Partie Wolle hinlege, ist sie so kalt, dass ich sie nun gut ausdrücken kann. Wem das zu riskant ist, der macht das auch nicht, sondern wendet nur vorsichtig.

Wenn sie gut abgetropft ist, lege ich sie auf meinen Waschküchenheizkörper, und lasse sie dort nachtrocknen, nicht bewegen wieder. Einmal vosichtig wenden. Nach einigen Stunden superbauschige Wolle.. so nun sind die nächsten Farben dran.

ich freue mich über nette kommentare.

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