Muße

Man hat mir Muße verordnet und das tue ich gerne.Aber vorher habe ich blau gemacht. alles mögliche noch mal mit der Küpe getestet. und zwei nun wirklich zu abgetragene und löchrige uralte Jeans von mir zerlegt und die guten Stoffpartien geküpt. das verblaut nun. Zwar fleckig weil kleiner Topf aber da sie eh zerschnitten werden zur Patchworkarbeit, habe ich schönes leuchtendes Blau für eine zukünftige simple Einkaufstasche.Werde dazu festen roten Stoff ergänzen. verwenden.. modern heißt das Umcyclen..wir nannten es:aus alt mach neu!Aber das ist im Herbst dran. Ich habe lieber mich gefragt warum ist es so : dass wenn man nichts tut, daß es so eine tolle Rosenblüte gibt oder mein Garten mir so guttut. Ich glaube, ichhabe alle anerzogenen Regeln wie man gärtnern sollte, endlich abgelegt. Es darf zu Wildnis werden. Im Frühling ordne ich noch ein wenig. Dann kommt Brut- und Setzzeit. Da wird nicht gemäht gesägt geschnitten gehackt. Nur die Wege lege ich frei. Aber selbst das hohe Gras zu den Schafen hin, es störte nicht mehr! mit einem mal entdecke ich wunderschöne Disteln Wildblumen.. Klee und anderes blüht immer mehr und die Gräser entwickeln so schöne Saatstände, die im Wind sich wiegen. Und hier im Garten ziehen viele Familien mit Vogelkindern durch die Bäume. Ich habe nicht mal Lust den Wein zu beschneiden..und meine Amseln sind glücklich: rote Johannisbeeren nur für sie und ich finde immer noch ein paar Trauben zum Naschen.. Aber das schönste unendlich viele Rosenblüten. Sie dürfen und sollen welken da wird nichts abgeschnitten, denn Hagebutten möchte ich haben!! im Herbst.Die meisten verstehen mich nicht. Denken ich bin faul. nein ich denke vor!Und glaubt ja nicht früher war heile Welt ich lese nun viel in Färbebüchern über Waid Indigo Krapp Cocchinelle alles war vorindustriell voller Chemie und man nutzte Chrom Zinn Kupfer Hauptsache schöne leuchtende Farben! Und dazu die Ausbeutung Kolonialzeit die großen Unterschiede in den Schichten. Viel Arbeit und trotzdem zu arm! Nur wer von Stand war, durfte leuchtende Farben nutzen , es symbolisierte Reichtum. Heute ist es fast umgekehrt dunkelblau grau schwarz …. Aber die Geschichte des Indigos Waids zeigt auch eine Befreiung. Man trug endlich schichtenlos bluejeans. lest das Buch : Waid das blaue Wunder wie die Entwicklung über Waid Indigo und dann Anilinfarbenindustrie allen den Zugang zu Farben ermöglichte und wie ein Film statt gutem Anzug plötzlich Jeans gesellschaftsfähig machte. und heute : fast überall passend

.nur nix tun liegt mir auch nicht , daher werd nun weiter durch meinen Bücherstapel ich mich arbeiten..nun ist Cocchinelle bald dran. Die Küpe stelle ich erst mal weg ab Morgen!ich werde nun mal fertige Stränge Garn nutzen. ich schaffe einfach nicht so viel zu spinnen. und dann werde ich Kaltbeize ansetzen. davon später… nun wieder Atempause..Blau machen im wahrsten Sinne!!

3 Gedanken zu “Muße

  1. Liebe Wiebke,
    die Natur ist ein unschätzbares Gut und wir müssen sie bewahren – die junge Generation hat es erkannt und zum Glück auch viele von uns (etwas) älteren ;o)
    Ich wünsch dir einen schönen Tag mit ganz viel Muße und zwitscherndem Getier um dich herum, Birgit

ich freue mich über nette kommentare.

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