Motivationsprobleme

Handschuhe stricken! Nein wenn es so warm geworden ist..da braucht es keine superwarmen doppelt gestrickten Handschuhe. Ich konnte ohne Mütze nur mit Helm und Fahrradhandschuhen radeln. Bei der Jacke habe ich das Innenfutter entfernt. Da mag ich gerade nicht so gerne den weißen Merinopullover stricken..Geht es euch auch so?

Nur Spinnen mag ich noch..das ist ja sehr dünner Wollfaden.

Wie gut dass ich begonnen habe mit dem Einzug der Kettfäden. Das ist Leinen plus Baumwolle.

Dafür wusch ich heute Fenster und entrümple nun meine Fensterbänke von diversen Dingen.Sie sind immer eine „mal- kurz-was-hinlegen-ablage…“

Aber dann blieb es liegen..Spulen Maßbänder..Breithalter…Schnüre. Stifte..

Na und noch weniger Motivation habe ich mit der Büroarbeit.. aber muss sein

Und abnehmen klappt so mühsam, obwohl ich strikt reduziert lebe..

Aber es wird morgen das steuerbüro aufgesucht..lecker salatgemüse geholt..eine Kiste Selter.. und tapfer weiter gestrickt..einfach nach Zeit. Eine Stunde mit viel Wassertrinken…durchhalten habe ich mir verordnet.

Nicht aufgeben.

Und wenn es fertig ist, mache ich nicht drei Kreuze, sondern der nächste kalte Tag kommt bestimmt.

Und was ist bei euch so zäh? Kommt nicht voran?

Kette einrichten: Fortsetzung

  1. ich habe nun doch entschieden, ich webe als Muster zusätzlich eine Munkabaelte.. egal wie die Streifen verlaufen in dem Grundgewebe..es werden dann Bördüren darüber gewebt..

also los geht es: 20 Faäden ein Rapport.. mit Buchstaben kann man es gut verdeutlichen..

a ist Schaft 1und 2 zugleich getreten

b Schaft 3 und 4 zugleich getreten..

aaaa bb aaaa bbbb aa bbbb

Kleine Anmerkung: ich habe doch lieber immer doppelt so viele Fäden im Partiemuster, also 8 Fäden im großen Quadrat statt 4.

Und ich könnte auch mit einer kleinen Flottierung noch Bordüren einweben.. wird einfach aber wirkungsvoll ganz oben zu sehen.. mit den mittleren Tritten gewebt-

Kettgarn ist ja Nialin bzw Cottelin aus dem Fundus..

Schuissgarn Leinen geplant.. in natur..dazu dann leinen farbig für die Bordüren.. unten sind nur möglichkeiten, ich entscheide immer erst beim Weben welche Folge ich trete..

Plötzlich Frühling

das ist ja einfach schön..dieses Licht  und total windstill. Früher hätten wir uns an dem Bienenflug erfreut,  denn die Krokusse sind weit geöffnet..   aber nun ist es still. Dafür sind die Meisen aktiv, auch im urwüchsigen Wald sah ich viele in den Zweigen turnen.  auch hier..bei den knorrigen Ästen gibt es viel zu finden.

Meine Bäume, bewusst unbeschnitten  treiben sicher bald ihre Knospen, aber dann kommt sicher noch eine kalte Periode. Meine Erfahrung: sind die Bäume schön ausgesägt und beschnitten, ist die Krone so offen, dass fast alle Blüten die Frostnächte nicht überstanden hatten.   So aber haben wir so reichliche Ernten mit den unbeschnittenen Bäumen. ..Hier seht ihr den Boskopp den ich leichtsinnigerweise neben die Fahrspur pflanzte..vor 30 Jahren dass er mal so groß wird!   damit rechnete  ich nicht. 

Meine Enkel und Enkelinnen erw. Kinder alle klettern dann bei der Ernte drin rum  schütteln..pflücken..  wunderbar  -ich weiss für den Erwerbsobstanbau ist das unverständlich, aber ich mag die einstellung von Eckardt Brandt, schaut mal selber nach seinen Seiten Büchern,  es ist gut wenn man eigene Wege geht. 

Und im letzten Jhr bei der Superernte, so gesunde Äpfel,—nun bin ich gespannt ,wie die Nachpflanzungen sich in diesem Jahr entwickeln..   meine Kinder und enkel lieben unser Obst..  frisch bis Ende Februar  gegessen..   nun sind die letzten Kisten  Roter Boskopp für Bratapfel dran.  und die kleinen Holsteiner Cox  Äpfel liebte mein Enkel..aber ich denke nun daran  noch weiteres zu pflanzen, muss nur für mich überlegen  wie halte ich die Rehe besser fern ohne Stromzäune..  Wolle soll helfen…aber ich glaube  Holzzaun ist besser.. 

uns diesen filmschatz mag ich besonders..  denn ich lebe ja in einem haus, wo schon vieles leider weggenommen wurde, vom alten Reetdach nur etwas zu erahnen, aber ich ändere nun nichts, meine enkel können dann entscheiden, wie sie es zurückbauen. Bis dahin sammle ich und belasse alles… auch das rostige Blech..  es gibt zu wenig altes schiefes leider noch  ..alles wird weggebaggert… neu  neu neu   ..

heute besuchte ich Bekannte,die umgezogen sind, ..eine Hofstelle weggebaggert, bzw Hofwiese wird bebaut..   viele viele Wohneinheiten..  eine Anlage für Garagen..  und alles so momoton..    und ebenso drinnen  alles neu  egal ob küche  bad..wohnraum…   fliesen die aussehen wie Holz..  alles was mit Kunststoff zu bauen ist, wird damit gebaut…  mich gruselte schon.. aber für sie war es schön..praktisch neu–   sie hatte uraltes Haus  klein eng… ohne modernes Bad als junge Frau..  da kann ich sie schon verstehen..  

aber ich denke man kann auch anders bauen..   nicht so momoton..  auf den Dörfern.  Ich sage mir immer, wer würde extra dorthin fahren und sich die Dorfstraße anschauen?  man muss doch so bauen, dass es zu einer Harmonie wird..   bzw  viele hohe Bäume helfen..  Baukörper zueinander passend zu machen  und in solchen gärten fühlt man sich geborgen..aber nicht auf diesen Terassen mit 40 m² Raden.. und ein minihecke drum herum…  keine Stauden Blumen kein Obst—nix…  alles pflegeleicht   ..am besten nur noch Steine!  sieht man  auch immer mehr.   Also Unkraut ist für mich Wildkraut.

Filmschätze

sicher kennen einige von euch die wunderbaren Filmbeiträge in früher BR alpha, wo mit unaufgeregter Sprache von Dieter Wieland in den älteren Filmen wunderbar alte Landschaftsbilder Berufe, Orte und Sozio-kulturelles beschrieben wird.. mit viel Hintergrundinformation.

ich kann es euch nur an Herz legen immer Sonnabend abends vor der Bettgehzeit oder Mediathek : hier der link:

heute abend eine alte Fernstraße und die Dörfer und geschichtl. Entwicklung im Inntal.

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/unter-unserem-himmel/videos/index.html

und hier ein Beispiel dieser wunderbaren filme..  

ich liebe die beiträge über die alten linden, die begrünten wände  die apfelbäume und besonders seine kritischen beiträge wie unsere schönen dörfer verschwinden..

 

Pause

Nach dem Auf und Ab brauchte ich Pause..da kommt das gute Wetter gerade recht. Über Land gefahren..kleiner Kurzbesuch..nun war gesunde Gemüseküche dran..aus einem Hofladen schönes Wintergemüse mitgebracht: das gibt es kurz gegart , und ich lese wieder mehr in den Büchern von Frau Dr. Fleck. Dazu informiere ich mich besonders über die guten Inhaltsstoffe. Da kann ich noch viel lernen. Lecker waren die nussige frisch geputzten Schwarzwurzeln, nass gemacht , geschält und sofort mit frischem Zitronensaft benetzen. Im Wok mit Möhre gedünstet , ein wenig Butter, Muskat, so schmeckt niemals zu lang gekochtes .

Dann in kleiner Pfanne etwas frisch gebratene Rinder- Leber..mit Zwiebel: un dwieder immer sehr kleine Portionen..mein Körper muss umlernen . Und ich esse in kleinen Bissen langsam geniesse ich. Und das erstaunliche : gute Sättigung. Und ich merke Veränderung: Kein Verlangen , immer wieder etwas zu naschen. Ich denke die bewusste Entscheidung ,nur sehr sehr selten Zucker oder Stärke und Mehlprodukte zu essen, kein Alkohol, kein Naschen mit Chips helfen. So ist es auch einfacher,wenn man mit anderen isst..notfalls lasse ich beim Auswärtsessen Beilagen auf dem Teller, wenn ich es nicht hin bekam , gleich beim Auffüllen zu steuern , was auf den Teller gefüllt wird. Und egal was andere denken, ich esse wenig .

Und sonst: Bei dem sonnigen Wetter muss ich mich nun erinnern. Pullover stricken..aber heute abend geht es weiter..nun lieber raus! Dazu geht es an der blockhausdecke weiter: habe Schrägstreifenkante mir ausgedacht., damit kleine und große Reststücke eingebaut..bin nun gespannt wie es wirken wird.

bald gibt es wieder biiken

ich dachte es ja schon länger und konnte mit der rührseligen Geschichte, dass man die Walfang-fischer damit verabschiedet hat, wenig anfangen, manchen Menschen lieben es, ihre Rituale sehr zu glorifizieren, aber eigentlich sind die Frühlingsfeuer immer gewesen.. Buschwerk abbrennen, vielleicht auch einfach die Freude am Feuerstoß.. und jede Gegend nutzte andere Geschichte, die man dazu dichtete.

Maifeuer in Dithmarschen, Osterfeuer woanders, Hexenplatz, und bei uns wurde es zur Biike, und irgendwie finde ich es gut wie nun von zwei wissenschaftlich arbeitenden Leuten die Mythen dazu entlarvt wurden, man kann es wunderbar in unserer Zeitungsausgabe nachlesen,

https://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/biike-das-faszinierende-friesische-feuer-id22634637.html

cund das lied von Knut Kiesewetter extra gedichtet für die erste Biike auf dem Stollberg ganz neu gedichtet.

Aber es ist dort ein wunderbares Feuer, man kann so schön Nordstrand Pellworm erahnen, dazu die Halligen deutlich sehen ..so ein weiter Blick. Im letzten Jahr habe ich einen wunderschönen Treff dort miterlebt..

Es ist ein schönes Gemeinschaftserlebnis mit vielen Familien Kindern Der Jugendfeuerwehr.. also schön dass es sie gibt.Nur wenn es dann ausartet zu touristischen Treffs mit vielen Menschen, die dann das traditionelle Grünkohlessen noch genießen hinterher, dann denke ich nur gute Werbeaktion.. zu der Zeit waren vorher alle Ferienquartiere leer, nun ist alles gut belegt.

,Doch es hat sich auch eine eigene neue Identität unserer Menschen gestärkt, man fühlt sich als Gemeinschaft, so gesehen soll man eben ruhig neue Traditionen entwickeln, aber nicht sie nicht „als besonders alt „uns verkauft werden . Aber man möchte sich gerne überhöhen und besondere Eigenschaft und Eigenarten andichten.. nur das sollte man lassen, ein ehrlicher Blick auf sich selbst ist da sicher besser, man ist nicht ein bisschen mehr als Friese als alle sonstigen Leute in Schleswig Holstein. Nett , dass das nun alles nur ein normales Feuer von viel Gestrüpp ist.. was aber wunderbar wärmt an klaren Winterabenden. und daher warum sollen diese Feuer nicht überall in Schleswig Holstein entzündet werden, aber direkt am Meer wirkt es natürlich wie eine große alte Tradition, aber so wurden nie Walfänger verabschiedet. Nun hoffe ich dass auch andere Mythen und Selbstüberhöhungen ausgetauscht werden, womit so Trachten- und Traditionsvereine gerne sich schmücken. Das Leben war einfach und hart weit weg von all den Idealvorstellungen die man gerne vorträgt über sich.

hier nun das Lied von Kiesewetter, weil es ist einfach schön.

Kam jurt, we wan en iilj heer mååge. Lätj üs da troole ferdriwe! Da troole foon iirtids we wan ferjååge. We wan da troole ferdriwe, Üt önj e nåcht da troole we siinje. En biiken sü häl as e däi wan we tiinje. Kaame ja änkeltwis unti bai bunke, We wan da troole ferdriwe! Wi driwe jam wäch än üt önj e junke. Frasch wan we weese än bliwe! mooringer friesisch, aus unserer Gegend um Risum -Lindholm..

und mit übersetzung

Kam jurt, we wan en iilj heer mååge. Kommt her, wir wollen hier ein Feuer machen Lätj üs da troole ferdriwe! Lass uns die Geister vertreiben! Da troole foon iirtids we wan ferjååge. Die Geister der Vergangenheit wollen wir verjagen. We wan da troole ferdriwe Wir wollen die Geister vertreiben Üt önj e nåcht da troole we siinje. Hinaus in die Nacht senden wir die Geister En biiken sü häl as e däi wan we tiinje. Eine Biike so hell wie der Tag wollen wir anzünden. Kaame ja änkeltwis unti bai bunke, Kommen sie einzeln oder im Haufen, We wan da troole ferdriwe! Wir wollen die Geister vertreiben! Wi driwe jam wäch än üt önj e junke. Wir treiben sie fort und hinaus ins Dunkel. Frasch wan we weese än bliwe! Friesisch wollen wir sein und bleiben!

also auf zur Biike am 21. Februar.