von rauh zu glatt..mein Weihnachtsband entsteht

von verworren, verhakt, verdreht zu glatter aufgezogener Kette aus selbstgesponnenem Leinen.

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Ich übe, teste, probiere, dieses soll nun ein Weihnachtsband werden. Schussgarn ebenfalls handgesponnen, Webdichte 8 Fäden pro cm, und ich rechne immer damit, dass es sich aufrauht, daher umsichtig, langsam arbeiten und  entwirren beim aufbäumen..  , Und ich hätte besser noch gut dran getan, gerade die Enden der Kette schon vor dem Einfädeln zu schlichten, wäre etwas einfacher gewesen, das nächste mal mache ich es besser.

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Schlichte: wieder Wasser, Stärke und Öl, so rostet das Webeblatt nicht. Das Schussgarn verwebe ich trocken, es schmiegt sich sofort in die nasse Kette ein.

Ich habe nun das Fadenkreuz entfernt, es webt sich einfacher so..

und mir war es wichtig, oben wieder den Webstuhl in Gang zu bekommen, da ich dort so gerne arbeite. Gerade heute war es schön..und auch bei offenem Fenster..zeitweise..

Kettlänge nicht gemessen, ca 4-5m  ,es ist das Garn eines Flachsknocken, ca 64 fäden  nun,also Webbreite  8 cm..

Ich möchte kleine Weihnachtsmotive und Zahlen später draufsticken..mit Leinengarn  .

und das war mein Ausblick heute morgen..

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abgewebt

nach der langen naturfarbenen Weberei brachte das bunte Leinenweben  richtig Spaß, und so schaffte ich es schnell,  den Rest abzuweben.  6 unterschiedliche naturfarbene Leinenhandtücher,  dabei ein sehr großes ,  sollen noch zugeschnitten und gesäumt werden, aber erst mal lassen ich den Ballen ruhen.

 

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Und zwei bunte Handtücher  und das Probestück, mein Sampler…werden nun kräftig durchgeschüttelt

Beerentöne

werden nun verwebt, die vielen Arbeitsschritte dafür  habe ich ja schon beschrieben  Nun werden die Stränge zu Konen gewickelt, dann gespult, und ich verwebe das 5 fach Garn zu Streifen. Mir gefällt das nuancierte Garn viel besser als das gleichmäßig gefärbte gekaufte, und besonders mag ich die vielen Nuancen, nun habe ich mit drei Farben begonnen. Kettgarn: 16/2 Langflachs.

Es webt sich gut, schön geschmeidig durch das Vorbleichen und die geringe Zwirnung.

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in aller ruhe

webe ich nun weiter. Ich war die letzten monate  nicht fit..  und habe daher ja beschlossen..spinnrad und webstuhl pause..  so bin ich nun mehr im garten und unterwegs, nachdem es mir besser geht.. der kreislauf meckert nicht mehr so viel..ich musste weg von:  terminen..sorgen..kümmern um andere..

.mir tat der wechsel von ruhe und körperlicher aktivität gut, dazu besonders die ausflüge zu gärten  und parks..

nun möchte ich weiterweben..aber auch hier gilt nun..nur immer wenig täglich..keine terminarbeiten mehr..  und  so habe ich wieder an den webstuhl gefunden..während andere nun fussball schauen,lasse ich den Stress vorbeiziehen,

will ich weiter weben..immer 4 tritte..immer dieselbe reihenfolge..

Es entsteht ein köper, aber kein echtes fischgrätmuster, wo ich immer die Streifen versetzt webe. Grundbindung ist ja Rosengang, aber ich trete nur die  einfache Folge 1,2,3,4-der Tritte und wiederholen..so bindet der Rand gut ab,wenn man auf der richtigen Seite startet.

mir gefällt es so schlicht, das Muster wird im gewaschenen Zustand noch viel schöner rauskommen

 

praxis üben

Ich überlegte länger, wie mache ich am besten den Aufhänger bei dem großen Saunatuch, und habe mich getraut, mit rotem Faden eine Bordüre eingewebt, dann mit Webekamm und Anschlagmesser  seitlich diese Fäden zu Kettfäden gemacht, am Fenster angehängt, den Webstuhl so weit weg geschoben, dass die Kette stramm war. Nun  mit einfachen Leinewandbindung   seitlich ein Webeband gewebt. Danach die roten Fäden ein weiteres mal  als Bordüre  eingewebt. Dabei nur eine Wende gemacht, nicht wie bei den üblichen Aufhängern. Die enden links jeweils zu Kordeln gedreht, am Ende verknotet..

Nun kann das zukünftige lange Handtuch in der Mitte aufgehängt werden, falls erforderlich..und ist dabei nicht so lang.

Mir gefiel in Finnland bei einem Besuch vor langer Zeit diese Weise, Anhänger an Handtüchern zu befestigen, seitlich , nicht oben oder unten..viel praktischer.

Und da hier kein Saum ist, passt nun das eingewebte Band perfekt. Zur Ausführung, das kann noch besser werden..das werde ich noch üben, verbessern..

und nun heißt es nochmal  99cm weben  ,weiterhin spiegelbildlich.. hoffentlich  bekomme ich es hin, Längen habe ich alle notiert..

 

meine leinenweberei

So nun habe ich das erste große Handtuch in Gang: Streifen mit dem Baumwoll-Leinen von BC garn in weiß,doppelfädig, ohne Leinenwandschuss dazwischen,

Streifen in ziegelrot mit dem Leinengarn von växbö doppelfädig, in Rosengang zu Beginn und am Ende,  das übrige schlichte Leinenbindung mit Växbo lin, ..es sollen lange Handtücher zum Abrubbeln werden.  Gar nicht so einfach , immer gleich gut und fest anzuschlagen, ich feuchte die Kette an,  später wird das Gewebe sich noch gut zusammenziehen. Es macht Spaß, auch wenn es schweißtreibend ist..

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